Hilfe für Trauer in der Familie

Trauer in der Familie

Hospizgruppe Neu Wulmstorf
Ihrer Trauer einen Raum geben

Vielfältige Hilfe durch die Hospizgruppe

Es ist Freitag. Auf dem Wochenmarkt brummt das Leben. "Ich muss noch an die Kartoffeln denken, und zum Griechen sollte ich auch noch gehen. Die Oliven dort sind so lecker," denkt sie. Am Olivenstand ist die Schlange lang, aber dort, beim Kartoffelbauern, ist weniger los. Während sie dort ansteht, nähert sich eine Frau. Sie kennt sie aus der Schule - ihre Kinder gingen in eine Klasse. Sie grüßen sich höflich, die andere geht an ihr vorüber. Dann zögert sie, dreht um und kommt auf sie zu. "Sie arbeiten doch in der Hospizgruppe, das hab ich in einem Artikel letztes Wochenende gelesen." "Ja, stimmt", antwortet sie. Was nun wohl kommt? Sie ist es gewohnt, dass Menschen sie auf ihre ehrenamtliche Arbeit ansprechen. "Nun, wissen Sie..." - sie merkt, dass es der anderen schwer fällt, auf den Punkt zu kommen.
Schließlich gibt diese sich einen Ruck: "Also: Mein Schwiegersohn ist schwer erkrankt. Die Ärzte machen uns keine Hoffnung mehr. Aber unser Enkel weiß noch nichts davon, dass sein Vater sterben wird. Und wir wissen nicht, wie wir es ihm sagen sollen. Aber Sie - Sie kennen sich doch aus. Sie wissen bestimmt die richtigen Worte." Sie schluckt. Aber sie verabredet sich mit ihr für den Nachmittag.

"Gut, dass Sie da waren"
Als beide im Haus des Schwiegersohnes ankommen, sitzt der Enkel am Tisch und macht Hausaufgaben. 10 Jahre ist er erst alt - und seine Welt ist noch in Ordnung. Seine Mutter erklärt ihm den schlechten Gesundheitszustand seines Vaters.
Eine Stunde dauert dieses Gespräch. "Gut, dass Sie da waren", hört sie beim Abschied die Frau sagen. Hier stimmt der Satz ganz genau.